Der DAAD unterstützt durch seine Vertreter in den verschiedenen Regionen Kolumbiens bi- oder multinationale Kooperationsprojekte zur Förderung der wissenschaftlichen und fachlichen Kooperation in spezifischen Fachbereichen. Auf dieser Seite finden Sie Information zu diesen Projekten. Für mehr Details kontaktieren Sie bitte direkt die Projektverantwortlichen.

CAPAZ- Deutsch Kolumbianisches Friedensinstitut

Das Deutsch-Kolumbianische Friedensinstitut CAPAZ (Instituto Colombo-Alemán para la Paz – CAPAZ) ist eine Vernetzungsplattform für Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Universitäten aus Kolumbien und Deutschland in Bereichen der Friedensforschung, Vergangenheitsbewältigung, Erinnerungskultur, Konfliktprävention und der Gestaltung einer Post-Konflikt-Gesellschaft.
Durch das Friedensabkommen mit den FARC-EP in 2016 ist Kolumbien auf dem Weg, den längsten internen bewaffneten Konflikt auf der Welt zu beenden. Die FARC-EP wurde 1964 gegründet und war die größte der vielen in Kolumbien aktiven bewaffneten Gruppen. Ihre Demobilisierung stellt Kolumbien vor einer Reihe von sozialen und ökonomischen Herausforderungen.

Ziel des CAPAZ-Instituts ist es, Bildungsangebote und Forschungsprojekte anzubieten und zu koordinieren sowie als Kompetenzzentrum, Regierung und Zivilgesellschaft im Friedensprozess zu begleiten. Das CAPAZ-Institut ermöglicht und erleichtert damit den Zugang zur Friedensforschung in Kolumbien, nicht nur im eigenen Land und in Deutschland, sondern weltweit. Es dient zukünftig als Forschungs-, Studien- und Beratungseinrichtung.

Am 5. Dezember 2017 feierte das CAPAZ-Institut die Eröffnung seines Büros im historischen Gebäude Claustro San Agustín in Bogotá, Kolumbien, das fortan der offizielle Sitz des Instituts sein wird.

Finanziert wird das CAPAZ-Institut mit Mitteln des Auswärtigen Amtes und wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert.

Das Konsortium des CAPAZ-Instituts 

Das CAPAZ-Institut ist ein deutsch-kolumbianisches Konsortium, bestehend aus zehn kolumbianischen und deutschen Universitäten/Forschungseinrichtungen:

Deutschland:

  • Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Georg-August-Universität Göttingen
  • Freie Universität Berlin (LAI)
  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Universitätsklinikum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie)
  • Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung – HSFK

Kolumbien:

  • Universidad Nacional de Colombia (Coordinadora del consorcio en Colombia)
  • Universidad de los Andes
  • Universidad Externado de Colombia
  • Universidad del Rosario
  • Pontificia Universidad Javeriana

Das Konsortium wird auf deutscher Seite von der Justus-Liebig-Universität Gießen koordiniert, auf kolumbianischer Seite übernimmt die Universidad Nacional de Colombia die Koordination. Zukünftig soll das Konsortium weiter wachsen und Universitäten im ganzen Land, besonders im vom Konflikt betroffenen Regionen einschliessen.

Erfahren Sie mehr über das CAPAZ-Institut, seine Projekte, Aktivitäten und Neuigkeiten unter: http://www.instituto-capaz.org/

CEMarin - Center of Excellence in Marine Sciences

Der DAAD fördert seit Juni 2009 mit Mitteln des Auswärtigen Amtes das Exzellenzzentrum für Meereswissenschaften (CEMarin) in Santa Marta, Kolumbien.

Das CEMarin ist ein kolumbianisch-deutsches Konsortium. Auf deutscher Seite kooperieren unter Führung der Justus-Liebig-Universität Gießen, die Universität Oldenburg und die Universität Bremen. Auf kolumbianischer Seite besteht ein Zusammenschluss der Universidad Nacional, der Universidad de Antioquia, der Universidad del Valle, der Universidad del Norte, der Universidad de Jorge Tadeo Lozano, der Universidad del Magdalena und des Forschungszentrums INVEMAR. Als internationaler Partner ist außerdem das Smithsonian Tropical Research Institute (STRI), Panama, beteiligt.

Kolumbien ist eines der fünf sogenannten „megadiversen Länder“ der Welt, die eine besonders hohe Artenvielfalt aufweisen. Obwohl das Land zwischen Pazifik und Karibik über weniger als ein Prozent der Erboberfläche verfügt, nimmt es beispielsweise bei der Zahl der endemischen Arten weltweit einen Spitzenplatz ein. Gründe dafür sind neben der gut dokumentierten Vielfalt in den tropischen Regenwäldern auch ein ausgedehntes marines Territorium an zwei Weltmeeren.

Die Entwicklung der Meeresforschung sowie der Schutz und die nachhaltige Nutzung der marinen Ressourcen haben nationale Priorität. Insbesondere der Verlust von mariner Biodiversität, die zunehmende Zerstörung von Küsten-Lebensräumen durch Landwirtschaft, Industrie und Tourismus sowie die negative Beeinflussung von marinen Lebensräumen durch die globale Erwärmung sind längst im Bewusstsein von Politikern und Wissenschaftlern angekommen. Bislang ist die marine Forschung in Kolumbien jedoch international nur wenig sichtbar und hauptsächlich auf wenige Abschnitte der Karibikküste beschränkt.

Das CEMarin widmet sich deshalb der interdisziplinären Ausbildung von Doktoranden und betreibt Grundlagenforschung in verschiedenen Bereichen der Meereswissenschaften. Es stellt den vorläufigen Höhepunkt einer fast 50-jährigen deutsch-kolumbianischen Zusammenarbeit in der Meeresforschung dar und hat eine starke symbolische Bedeutung für die erfolgreichen Wissenschaftsbeziehungen beider Länder.

Offizielle Webseite: www.cemarin.org

Binationaler Master DaF (Deutsch als Fremdsprache) in Kooperation mit Medellín/Kolumbien:

Seit 2008 besteht eine Kooperation der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Universidad de Antioquia in Medellín für den Master in Deutsch als Zweitsprache/Fremdsprache mit Doppelabschluss

Offizieller Flyer der Pädagogischen Hochschule Freiburg (PDF)